Discussionthread: Doctor Zarim

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ToySoldr
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Discussionthread: Doctor Zarim

Beitrag von ToySoldr » Sa 18. Mai 2019, 23:24

Hier ist Platz für Eure Anregungen und/oder konstruktive Kritik,
sowie Vorschläge zum abrunden des Charakter- / Rassenprofils.
The secret of a good life is to have the right loyalties
and to hold them in the right scale of values.

Shiron
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Re: Discussionthread: Doctor Zarim

Beitrag von Shiron » So 19. Mai 2019, 00:15

Danke für deine Biographie!

Das Konzept finde ich sehr interessant. Ich gestehe, das ich die Vorlage nicht kenne, die Adaption finde ich aber sehr gelungen.

Es ist in der Sternenflotte durchaus üblich, das Medizinier ohne Starfleet - Abschluss als Schiffsärzte an Bord genommen wurden, ein populärer Vertreter dieser Kategorie ist Dr. Leonard Mc Coy, der von Roddenberry tatsächlich als "Landarzt" vorgesehen war und später von seinem Freund Jim an Bord geholt wurde. J.J. Abrams sah das in seiner Interpreation leider anders, aber da auch er seine Fans hat... ich kann mit beiden Interpretationen leben, also mein Okay zum Zivilist in Uniform (zumal aus TNG belegt ist, das sich die Ausbildung eines Schiffsarzt nur in einigen Fällen von der eines zivilen Mediziners unterscheidet.

Nun zu ein paar Fragen / Anregungen aus / zu deinem Spezieshintergrund :

Bei der Veränderung der Telmaner haben ihre Erschaffer großes Augenmerk auf Robustheit gelegegt, das scheint offensichtlich - die hohen Resistenzen sprechen dafür. Die Fähigkeit, Ödeme, Infekte oder anderweitige Ungleichgewichte des Körpers wahrzunehmen würde ich jetzt spontan dem Volk zuschreiben, ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, warum eine solche Fähigkeit genetisch programmiert sein sollte. ( Das muss ich wissen, falls im Spiel mal ein Kollege / Tenctoner auftaucht.

Die Unempfindlichkeit gegenüber Außentemperaturen ist plausibel. Ich glaube es würde den Charakter aber noch mehr abrunden, wenn man noch ein wenig auf die andere Seite eingeht. Ein Hitze - und Kälteunempfindlicher Metabolismus mit kräftigem Immunsystem und starkem Muskelbau hat z.B. mit ziemlicher Sicherheit einen stark erhöhten Nahrungsbedarf / benötigt dementsprechend lange Ruhephasen.

Ich denke auch, das die Tectoner bei der Anpassung ihrer zukünftigen Sklaven besonderen Wert auf Unterwürfigkeit und Gehorsam gelegt haben ( in einer Sklavenhaltergesellschaft nun einmal üblich ). Wenn sie in der Genetik so weit fortgeschritten sind, haben sie aber wahrscheinlich auch dahingehend Einfluss auf das Gehirn ihrer Telmaner ausgeübt.

Das hohe Lebensalter ist für eine Hyperorganysmus eher unüblich - "Spitzensportler" neigen dazu eher zu sterben als der 'Durchschnitt' und auch in der Tierwelt beobachten wir, das Lebewesen mit ausgeprägten Körperbau / starkem Immunsystem schneller an Altersermüdung leiden als ihre Artgenossen. ( Ein "einfacher" Körper ist einfacher instand zu halten, als ein spezialisierter, darum sind Hochleistungssportler auch sehr viel anfälliger gegen Schlaganfälle, Immunkrankheiten usw. usf.) Diese Anfälligkeit mag man aber kompensiert haben ( oder die Natur selbst, indem sie z.B. einen erhöhten Schlafbedarf (Regenerationsphase) vorweisen können, um ihren Körper "instand" zu halten.

Mehr ist mir spontan nicht eingefallen, aber ich hab ja auch noch ein paar Nächte um darüber zu schlafen. :)

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ToySoldr
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Re: Discussionthread: Doctor Zarim

Beitrag von ToySoldr » So 19. Mai 2019, 17:08

Zunächst einmal vielen Dank für Dein feedback.

Sehr schön, dann werde ich es bei dem Zivilisten belassen, der aber dennoch eine Uniform - halt nur ohne Abzeichen - trägt.
Und das warum er für das Prototyp Projekt ausgewählt wird, werde ich gemäß der Anrekung von Ihoor

"... Ich würde dann bei seinem Studium den ein, oder anderen (Fach-)Bereich noch zwischen Haupt- und Nebenfach tauschen:
Als weitere Erklärung würde ich dann mit einbinden, dass das Projekt unter Leitung der Sternenflotte eine Forschung bezgl. der Borg ist/war. ..."

entsprechend anpassen, damit es noch etwas schlüssiger wird.


Was durch die 'Anpassung' kommt und was 'rassenspezifisch ist, geht aus der "Vorlage" nicht hervor.
Somit habe ich keine Problem es so, wie Du argumentiert hast, anzupassen/auszulegen.
Sprich die Robustheit (erhöhte Stärke) und die Resistenzen (Hitze/Kälte und die Widerstandsfähigkeit gegen eine große Anzahl an giftigen Stoffen, sowie die Möglichkeiten in verschiedenen Atmosphären atmen zu können kommt durch die genetische Veränderung.
Die Fähigkeit, Ödeme, Infekte oder anderweitige Ungleichgewichte des Körpers wahrzunehmen und die heilende Komponente des Speichels ist Rassenspezifisch für die Telmarer, jedoch nicht für die Tenctoner. Es sind schließlich zwei unterschiedliche Rassen, die sich halt nur einen Planeten teilen. Die Evolution hat es dabei offensichtlich etwas 'besser' mit den Tenctonern gemeint, weshalb diese zahlreicher und weiter entwickelt sind, was ihnen die Möglichkeit gab, die Telmarer zu jagen, fangen, in die Sklaverei zu treiben und dann auch noch an ihrem Erbgut herum zu experimentieren, um aus ihnen die perfekten Arbeiter zu machen.


Was die Unterwürfigkeit und den gehorsam betrifft, ja da mögen sie - schon aus Selbstschutz - auch dran herum gedoktort haben. Ich möchte die Telmarer aber nur ungern zu 'unterwürfig' gestelten. Das gibt auch das "Vorbild" nicht her, denn u.a. ist einer der Telmarer in der Vorlage ein Cop (um den es in der Story vornehmlich geht) und ein unterwürfiger Cop?!? Ich weiß nicht.
Aber man könnte es so ausgestalten, das sie so 'gezüchtet' wurden, dass ihre Aggressionsschwelle sehr hoch ist. Sprich fast alles aggressives Verhalten aus ihnen herausgezüchtet wurde und sie daher sehr ruhig und friedlich sind. Zudem natürlich auch einen hohen Grundrespekt vor Weisungsbefugten, aber eben nicht grenzenlos.
Mal abgesehen davon, dass ich mir denke, das eine Rasse welche seit Generationen in Sklaverei gehalten wurde, dennoch irgendwann ein grundlegendes Bedürfnisse nach Freiheit und Selbstbestimmung entwickelt.


Bezüglich der erhöhten Lebenserwartung habe ich auch hier kein Problem damit, von der Vorlage abzuweichen und Ihre Lebenserwartung als Nachteil - zum ausglich zur erhöhten Robustheit und der Resistenzen - herunter zu schrauben.
Sagen wir soweit, dass sie Durchschnittlich 'nur' so 80-100 Jahre werden.
Was auch dann wieder durch die schnellere Entwicklung - die ich gem. der "Vorlage" gern beibehalten möchte - etwas kompensiert wird.


Auch bin ich damit einverstanden den Vorteilen der Rasse, die Nachteile wie der erhöhten Bedarf an Nahrung zu zustimmen, was ja zugleich wieder dadurch kompensiert wird, dass sie Dinge essen und ihnen Nährstoffe entziehen können, was für Menschen etc. ungenießbar oder zumindest nicht als Nährstoffreich genug, um davon zu überleben, ist.

Bezüglich der erhöhten Regenerationsphase (Schlafzuklus) sehe ich einen Interessen Konflikt, die Tenctonen wollten sicher keine Sklaven, die den halben Tag schlafen müssen, eher im Gegenteil. Daher folgenden Kompromiss: Telmarer kommen mit einer durchschnittlichen Ruhephase von 5-6 Stunden aus, müssen aber so was wie einen "Winterschlaf" halten. Also einmal pro Jahr eine Zeitspanne von sagen wir 22 Tagen, in dem Ihr Körper sich regeneriert und teilweise erneuert.
Damit könnte man dann auch wieder die höhere Lebenserwartung erklären, die man dann ggf. weniger drastisch reduzieren müsste und wir uns dann, sagen wir auf durchschnittlich 140-150 Jahre einigen könnten.
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Shiron
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Re: Discussionthread: Doctor Zarim

Beitrag von Shiron » Mo 20. Mai 2019, 11:37

Hi Toy,

finde ich alles sehr plausibel und schlüssig - deine Argumentation bezüglich der 'Unterwürfigkeit' hat mich vollkommen überzeugt. Ich würde auch viel eher denken, dass das gewünschte 'Unterwürfige' Verhalten eine Frage der Erziehung / Indoktrination wäre als der Genetischen Modifikation. Ein herabsetzen der Agressivitätsschwelle... brauchen wir dann doch eigentlich gar nicht mehr - ich meine, wenn es die 'unterlegene' Rasse ist, wird sie recht schnell bemerkt haben, das sie mit Gewaltbereitschaft nicht sehr weit kommt und sich entsprechend angepasst haben. Du hast vollkommen Recht, das wäre nichts genetisches, sondern schlicht 'soziologische Evolution' :)

Du kannst die Lebenserwartung ruhig so belassen! Damit habe ich keinerlei Probleme. Ich sehe darin auch gegenüber der anderen keinen direkten Vorteil, weil es unwahrscheinlich ist, das ihr bis ins Rentenalter auf der VISTA Dienst tun werden :D. Die Vulkanier haben die Anforderungen ihres Körpers (ebenfalls Hypermetabolisch auf einer Hochschwerkraftwelt) auf die folgende Weise gelöst : Meditationstechnik, um die Regenerationsphase zu fördern (In begrenztem Umfang sogar zu zu substituiieren). Sie machen das kurz vor dem schlafen gehen oder wenn sie unter starker Belastung stehen - darum werden Vulkanier auch so alt.

Die Telmaner könnten ähnliche Techniken ( oder etwas ganz anderes ) entwickelt haben - wenn sie von 'Natur aus' friedlich sind, hätten sie sicherlich das Potential dazu.

Andere Idee :
Nahrungsergänzungsmittel, die den Hypermetabolismus aufrecht erhalten und die Regeneration fördern. (Wenn du ein Freund von Dramaturgie bist : Ein nicht repzlizierbares Kraut / Beere, "Superfood" das sie regelmäßig zu sich nehmen müssen.) Gegen ein solches 'Druckmittel' hätten die Tectonier sicherlich nichts gehabt. Ein ausbleiben des Superfood könnte auf Dauer zum Zusammenbruch des Metabolismus führen.
Das könnten die Tectonier sicherlich auch genetisch programmiert haben - für den Doktor hätte es das Potential für eine Nebenlinie, in der er versuchen würde die Abhängigkeit zu heilen um seinem Volk irgendwann die Freiheit zu ermöglichen.

Du siehst - mir geht es nicht um das Blancieren von Vor - und Nachteilen wie man das aus dem Pen & Paper kennt, wir sollten einfach schauen, dass wir die Biologie irgendwie erklären - wenn dir oder den anderen noch was einfällt, nur zu!

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